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Tourismusindustrie in arger Bedrängnis

Geschäftsleute, die in der Tourismusbranche tätig sind, wollen 15 Milliarden Baht von der Regierung, weil sie in ernste Schwierigkeiten geraten sind.

Vize-Premierminister Korbsak Sabhavasu sagte am 20. April, die Branche brauche wegen mangelnder Geldeinlagen dringend finanzielle Hilfe. Es würde mindestens sechs Monate dauern, bis sich die Tourismusindustrie erholt.

Die Regierung habe entschieden, den Tourismussektor zu einer ihrer Prioritäten zu machen, sagte Korbsak. Die Lage sei ernst, weil Unternehmen noch nicht einmal genügend Geld hätten, um die Gehälter der Angestellten zu bezahlen.

Die Belegungszahlen der Hotels in der thailändischen Hauptstadt sind um rund die Hälfte niedriger als sonst und auch die Händler in Bangkok und die Tuk-Tuk-Fahrer bekommen die Krise zu spüren: "Es ist schwer, jetzt einen Passagier zu finden. Das Geschäft läuft sehr schlecht, es gibt kaum noch Touristen in Bangkok."

Nicht nur die Tuk-Tuk-Fahrer klagen über fehlende Kunden, auch Souvenir-Händler und Getränkeverkäufer in der vor allem bei Rucksacktouristen beliebten Khao San Road sagen, ihr Umsatz sei seit Beginn der Krise deutlich zurückgegangen: "Ich merke das ganz deutlich. Es gibt kaum noch Urlauber, die hier was zu trinken kaufen."

Auch die Massagesalons in Bangkok bekamen den Kundenrückgang zu spüren: "Wir haben 40% weniger ausländische Kunden, verglichen mit früheren Jahren. Viele haben Angst und haben ihre Reisepläne geändert und machen woanders Urlaub."

Einbruch statt Anstieg

Der thailändische Unternehmerverband rechnet mit einem Rückgang von mindestens 30% in der für Thailand wichtigen Tourismusbranche. Ursprünglich war für dieses Jahr ein Anstieg der Touristenzahlen auf 14 Millionen angepeilt worden. Dieses Ziel wird nach Einschätzung von Experten bei weitem nicht erreicht werden. tna, tagesschau

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